Deutschlands erstes lesbisches Wohnprojekt eröffnet im Herzen Berlins

In Berlin ist mit „Lesbensiedlung“ ein bundesweit einmaliges Wohnprojekt für lesbische und queere Frauen feierlich eröffnet worden. Am Donnerstag nahmen rund 74 Mieterinnen ihre neuen Wohnungen unweit des Alexanderplatzes in Empfang. Ergänzt wird das Quartier durch eine Pflege-WG und ein soziokulturelles Zentrum, das Raum für Veranstaltungen, Vernetzung und Kultur schaffen soll.

Initiiert wurde das Projekt von Aktivistinnen und feministischen Organisationen, die jahrelang gegen bürokratische und finanzielle Hürden ankämpften. „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, beschrieb eine der Planerinnen die Realisierung. Ziel sei es, lesbische Lebensweisen sichtbar zu machen und einen geschützten Raum vor Diskriminierung und Isolation zu schaffen – besonders im Alter.

Das Wohnprojekt wurde über eine gemeinnützige Genossenschaft finanziert und erhält teilweise öffentliche Fördermittel. Es setzt damit auch ein politisches Zeichen in Zeiten steigender queerfeindlicher Übergriffe. Die Eröffnung wurde von zahlreichen Vertreterinnen der Berliner Politik und Zivilgesellschaft begrüßt. Für viele Bewohnerinnen bedeutet das Quartier nicht nur Wohnraum, sondern Gemeinschaft, Sicherheit und zukünftige Perspektive in der Stadt.

Quellen: Der Tagesspiegel