Am Freitag kam es in der Dresdner Ausländerbehörde zu einem schweren Zwischenfall: Ein Mann hat offenbar versucht, im Gebäude Feuer zu legen, und anschließend einen Mitarbeiter mit einem Messer bedroht. Wie der MDR berichtet, konnte der Sicherheitsdienst den Mann überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Der Vorfall ereignete sich während der regulären Öffnungszeiten in der Behörde am Standort Dresden. Zeugen berichteten von Panik unter Besuchern, bevor Sicherheitskräfte den Bereich evakuierten. Der mutmaßliche Täter, über dessen Identität und Motive bisher nichts bekannt ist, zeigte gegenüber den Beamten aggressives Verhalten. Er wurde vor Ort festgenommen und zur weiteren Vernehmung abgeführt.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen versuchter Körperverletzung, Bedrohung und gefährlichen Eingriffs in den Betrieb einer Behörde aufgenommen. Ob ein politischer oder persönlicher Hintergrund vorliegt, ist noch unklar. Die Ausländerbehörde blieb zeitweise gesperrt, um die Spurensicherung zu ermöglichen.
Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit in Behörden mit hohem Publikumsverkehr auf, insbesondere in Einrichtungen, die mit sensiblen Themen wie Migration und Asyl befasst sind. Sachsen hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle erlebt, die zu Diskussionen über Schutzmaßnahmen und Personalausstattung geführt haben.
Quellen: MDR – Nachrichten