Jena: FC Carl Zeiss gewinnt Gerichtsstreit gegen Zuschauerbegrenzungen bei Hochrisiko-Spielen

Im langjährigen Streit zwischen dem Fußballclub FC Carl Zeiss Jena und der Stadt über Zuschauerbegrenzungen bei riskanten Heimspielen hat das Verwaltungsgericht Gera nun entschieden. Wie mehrere Medien, darunter der MDR, berichten, hat das Gericht in weiten Teilen der Klage des Vereins stattgegeben. Konkret wurden bestimmte Auflagen der Stadt als rechtswidrig eingestuft, die die Zahl der zugelassenen Fans bei sogenannten Hochrisiko-Partien stark reduzierten.

Die Stadt Jena hatte die Beschränkungen mit Sicherheitsbedenken begründet, insbesondere im Hinblick auf mögliche Ausschreitungen oder Konflikte mit Gästefans. Der FCC argumentierte hingegen, dass die Maßnahmen überzogen seien und den Verein finanziell sowie sportlich belasteten. Das Gericht folgte nun weitgehend dieser Argumentation und urteilte, dass die getroffenen Regelungen nicht im angemessenen Verhältnis zur Gefahrenlage stünden.

Der Teilerfolg für den Traditionsverein könnte mittelfristig auch Auswirkungen auf andere thüringische Städte und ihre Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen haben. Rechtsexperten sehen in der Entscheidung einen Präzedenzfall, der die Handlungsspielräume von Kommunen bei der Genehmigung von Sportveranstaltungen neu bewertet. Der FC Carl Zeiss begrüßte das Urteil und kündigte an, eng mit der Stadt zusammenzuarbeiten, um zukünftig ausgewogene Lösungen zu finden.

Quellen: MDR – Nachrichten