In Leipzig wächst die Debatte um mehr Sicherheit für Frauen auf dem Heimweg in den Abend- und Nachtstunden. Ein spezielles Nacht-Taxi-Angebot, das ausschließlich Frauen befördert, existiert in der sächsischen Großstadt bisher nicht – anders als in einigen westdeutschen Städten, wo solche Dienste bereits etabliert sind.
Befürworter argumentieren, dass gerade in ländlich geprägten oder schlecht angebundenen Stadtteilen ein solches Angebot einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention leisten könnte. Insbesondere nach Mitternacht, wenn der öffentliche Nahverkehr eingestellt ist, fühlen sich viele Frauen unsicher. Der Ruf nach niedrigschwelligen Maßnahmen wie geförderten Taxigutscheinen oder Kooperationen mit lokalen Taxiunternehmen wird daher lauter.
Trotzdem zögern Stadtverwaltung und Verkehrsbetriebe. Gründe liegen unter anderem in der Finanzierung, der rechtlichen Absicherung und der Frage der Chancengleichheit gegenüber anderen Risikogruppen. Dennoch wird nun geprüft, ob ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit Frauenhäusern und Mobilitätsanbietern möglich wäre. Auch andere mitteldeutsche Städte beobachten die Entwicklung aufmerksam.
Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland