Die internationale Ratingagentur Moody’s hat die wirtschaftliche Gesamtaussicht Nigerias von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. In einer am Freitag veröffentlichten Bewertung begründete die Agentur die Entscheidung mit gestärkten äußeren Puffern des Landes, darunter eine erhöhte Devisenreservenlage und verbesserte Zahlungsbilanzpositionen.
Zudem hob Moody’s das robuste Wirtschaftswachstum Nigerias hervor, das durch relative Stabilität bei makroökonomischen Kennzahlen wie Inflation, Wechselkurs und öffentlichen Finanzen gestützt werde. Die Regierung unter Präsident Bola Tinubu habe mit ihrer Wirtschaftsreformagenda, darunter die Abschaffung der Kraftstoffsubventionen und die Liberalisierung des Devisenmarktes, wichtige Schritte unternommen, die mittelfristig das Vertrauen ausländischer Investoren stärken könnten.
Die aktuelle Bewertung spiegelt jedoch keine Anhebung der Bonitätsnote selbst wider, sondern allein die verbesserte Perspektive. Nigeria bleibt mit einer B3-Ratingnote weiterhin im spekulativen Bereich eingestuft. Dennoch wird die positive Prognose als wichtiges Signal für Investoren gewertet, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Herausforderungen wie hohe Inflation und strukturelle Schwächen in der Infrastruktur.
Quellen: Premium Times Nigeria