Grüne-Spitzenkandidat Graf will Berlin ‚reparieren‘ – ‚Coolness ist kein Faktor in der Politik‘

Werner Graf, Spitzenkandidat der Grünen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl in Berlin, hat in einem klaren Tonfall seine Ambitionen auf ein Regierungsamt bekräftigt. Im Interview mit ntv.de bezeichnete er sich selbst als den einzigen „vernünftigen“ Kandidaten mit realistischen Chancen, Berlin in eine bessere Zukunft zu führen. Sein zentrales Versprechen: „Berlin muss erstmal repariert werden.“

Graf richtet harsche Kritik an der Arbeit des derzeitigen Senats, der von der CDU unter Giffey geführt wird. Er moniert mangelnde Planungsklarheit, stagnierende Infrastrukturprojekte und eine zu oft auf Imagekampagnen ausgerichtete Politik. „Coolness ist kein Faktor in der Politik“, betonte Graf und unterstrich, dass sachliche, bürgernahe Arbeit im Vordergrund stehen müsse.

Der Wahlkampf in Berlin nimmt damit an Schärfe zu. Nur noch wenige Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September gewinnen die programmatischen Auseinandersetzungen an Bedeutung. Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung, der aktuell stark genutzt wird, zeigt dabei deutliche Unterschiede zwischen den Parteien – insbesondere bei Themen wie Verkehr, Wohnungsbau und Klimaschutz.

Quellen: ntv – Nachrichten, T-Online Nachrichten