– Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Jena hat neue Einblicke in die geologischen Prozesse des Alpenwachstums gewonnen. Obwohl die Alpen vor Millionen von Jahren entstanden, zeigen aktuelle Untersuchungen, dass die Gebirgsbildung bis heute andauert. Die Forschenden konnten nachweisen, dass die Hebung der Gipfel jedoch nicht flächendeckend gleichmäßig verläuft, sondern regional sehr unterschiedlich ist.
– Mit Hilfe moderner Messverfahren und Satellitendaten analysierten die Jenaer Forscher, in welchen Zonen der Alpen sich die Erdkruste aktuell am stärksten verformt. Besonders aktive Zonen der Hebung wurden etwa in den Zentralalpen identifiziert, während andere Bereiche deutlich ruhiger sind. Diese Erkenntnisse tragen dazu bei, das Verständnis von tektonischen Prozessen und Erdbebengefährdungen zu verbessern.
– Die Arbeit der Jenaer Gruppe unterstreicht die Bedeutung regionaler Forschungseinrichtungen für internationale geowissenschaftliche Fragestellungen. Die Ergebnisse könnten auch langfristig für die Risikobewertung in alpinen Regionen von Bedeutung sein, insbesondere im Kontext von Infrastrukturplanung und Katastrophenvorsorge.
Quellen: MDR – Nachrichten