Kein Futtermangel in Sachsen-Anhalt trotz Ernteausfällen

Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt steht trotz widriger Wetterbedingungen und regionaler Ernteausfälle gut da – besonders was die Versorgung von Nutztieren mit Futter angeht. Der Landesbauernverband des Bundeslandes betont, dass im Gegensatz zu Regionen in Süddeutschland keine akute Futterknappheit herrscht und Notschlachtungen derzeit nicht nötig seien.

Die Ernte 2026 war in vielen Teilen Deutschlands von Trockenheit und Hitzewellen geprägt, was zu erheblichen Ertragseinbußen führte. In einigen Bundesländern mussten Landwirte bereits auf Notfutter zurückgreifen oder Tiere vorzeitig schlachten. In Sachsen-Anhalt hingegen haben die Betriebe laut Verband ausreichende Vorräte angelegt und konnten die Ernte gut nutzen, wo sie gelungen ist.

‚Wir haben die Situation im Griff‘, so ein Sprecher des Landesbauernverbands. ‚Durch frühzeitige Planung, regionale Solidarität und gute Lagerbestände ist sichergestellt, dass die Tiere auch im Winter ausreichend versorgt werden können.‘ Zudem hätten viele Landwirte auf alternative Futterpflanzen gesetzt oder Kooperationen mit Nachbarbetrieben geschlossen.

Die Behörden und Verbände bleiben dennoch wachsam. Eine enge Abstimmung zwischen Landwirtschaftsministerium, Tierärzten und landwirtschaftlichen Genossenschaften soll sicherstellen, dass bei Bedarf schnell gegengesteuert werden kann. Bislang jedoch deutet nichts darauf hin, dass Sachsen-Anhalt die Krise in der Tierfutterversorgung ähnlich stark treffen wird wie andere Regionen.

Quellen: MDR – Nachrichten