Italiens Ex-Königsfamilie im erbitterten Machtkampf

Das Haus Savoyen, Italiens ehemalige Königsfamilie, zerlegt sich in einem erbitterten Machtkampf. Wie der Spiegel berichtet, tobt seit Monaten ein zäher Streit um die Führung der Dynastie, die 1946 nach einer Volksabstimmung abgesetzt wurde.

Realitätsverlust oder legitimer Anspruch?

In Italien wird der Konflikt zunehmend als „Realitätsverlust“ angeprangert. Die verschiedenen Familienzweige streiten sich um Titel, Erbansprüche und politischen Einfluss, obwohl die Monarchie seit fast 80 Jahren abgeschafft ist. Experten sehen darin ein Symptom für die Schwierigkeiten des Adels, sich in der modernen italienischen Republik zu positionieren.

Besonders umstritten ist die Frage, wer heute das Oberhaupt der Familie sein soll. Während ein Teil der Savoyer den 86-jährigen Vittorio Emanuele di Savoia anerkennt, unterstützen andere seinen Cousin Aimone di Savoia-Aosta. Die Auseinandersetzungen werden teilweise öffentlich und mit juristischen Mitteln ausgetragen.

Quellen: Spiegel Online