Größter Datendiebstahl in Berliner Verwaltungsgeschichte: Hacker fordern Lösegeld

Der bisher schwerste Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung hat massive Sicherheitslücken offenbart. Die internationale Hackergruppe „Rhysida“ hat nach Recherchen des Tagesspiegels 5,79 Terabyte an vertraulichen Daten aus dem IT-Netz der Landesbehörden entwendet. Zu den gestohlenen Dokumenten gehören sensible Informationen über die Wasserversorgung der Hauptstadt, interne Passwörter, Akten zu Dienstvergehen und personenbezogene Daten von Beschäftigten.

Die Erpresser fordern ein noch unbekanntes Lösegeld, andernfalls drohen sie, die Daten im Darknet öffentlich zu machen. Expert:innen bezeichnen den Vorfall als den größten Datendiebstahl in der Geschichte der Berliner Verwaltung. Bisherige Sicherheitsvorkehrungen seien offenbar unzureichend gewesen, um einen so massiven Zugriff zu verhindern.

Der Berliner Senat hat mittlerweile eine Sonderkommission eingerichtet, um die Schadensbegrenzung voranzutreiben. IT-Spezialist:innen arbeiten an der Analyse der kompromittierten Systeme, während Justiz- und Innenbehörden prüfen, ob bereits konkrete Gefahren für die kritische Infrastruktur bestehen. Die Opposition im Abgeordnetenhaus fordert eine umfassende Aufklärung und kritisiert die langjährigen Unterfinanzierungen im Bereich IT-Sicherheit.

Die Attacke wirft neue Fragen zur Resilienz öffentlicher Institutionen im digitalen Zeitalter auf. Angesichts der Vielzahl an kritischen Daten, die nun in falschen Händen sein könnten, wächst die Sorge vor Folgeschäden – nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für die Bürger:innen Berlins.

Quellen: Der Tagesspiegel