Das jüdische Gemeindezentrum in Frankfurt feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Errichtet nach einem Entwurf des Architekten Salomon Korn, wurde das Zentrum 1986 als klares Bekenntnis zum Verbleib der jüdischen Gemeinschaft in der hessischen Metropole gegründet. Der Grundsatz „Wer ein Haus baut, will bleiben“ prägte damals wie heute die Identität der Einrichtung mitten in der Stadt.
Inzwischen platzt das Gebäude jedoch aus allen Nähten. Die jüdische Gemeinde in Frankfurt ist stark gewachsen – durch Zuwanderung, insbesondere aus Osteuropa, sowie durch natürliche Bevölkerungsentwicklung. Veranstaltungen, religiöse Feiern und Bildungsangebote stoßen regelmäßig an räumliche Grenzen.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Zentrum ein sicherer Hafen für jüdisches Leben im Rhein-Main-Gebiet. Es bietet nicht nur Raum für Gottesdienste, sondern auch für kulturelle Aktivitäten, Beratung und Jugendarbeit. Angesichts steigender Antisemitismus-Vorfälle unterstreicht die Einrichtung ihre Rolle als Ort der Sicherheit und des Zusammenhalts. Überlegungen zu einer Erweiterung oder einem Neubau werden daher immer lauter.
Quellen: FAZ Online