In Dschibuti hat Präsident Ismaïl Omar Guelleh die Präsidentschaftswahl mit einer überwältigenden Mehrheit von 97,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Der 78-jährige Machthaber regiert den kleinen Staat am Horn von Afrika bereits seit 1999 ununterbrochen. Dies ist sein sechster Wahlsieg in Folge.
Kein fairer Wettbewerb
Wie mehrere internationale Medien berichten, war die Wahl alles andere als fair: Die wichtigsten Oppositionsparteien hatten den Urnengang boykottiert. Als einziger Gegenkandidat trat ein ehemaliges Mitglied der Regierungspartei an. Beobachter werfen Guelleh seit Jahren autoritäre Tendenzen und die Unterdrückung politischer Gegner vor.
Dschibuti spielt trotz seiner geringen Größe eine wichtige strategische Rolle in der Region. Das Land beherbergt Militärstützpunkte mehrerer ausländischer Mächte, darunter die USA, China und Frankreich. Die internationale Gemeinschaft äußerte sich bisher nicht kritisch zu den umstrittenen Wahlergebnissen.
Quellen: ZEIT Online, BBC News, Africanews, Al Jazeera