Die tansanische Regierung hat die Gebühren für die Planung und Vermessung von Bauplätzen in entwickelten Gebieten von bisher zwischen 250.000 und 400.000 Tansania-Schilling (TZS) auf nunmehr 130.000 TZS reduziert. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die finanzielle Belastung für Bürger zu verringern, insbesondere bei der Legalisierung von Grundstücksnutzungen und beim Erwerb formeller Eigentumsrechte.
Die Entscheidung wurde in Dodoma bekanntgegeben und gilt als Teil eines breiteren Reformpakets zur Verbesserung der landesweiten Verwaltungseffizienz und zur Förderung informeller Siedlungen im formalen Sektor. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Landstreitigkeiten und zur Stärkung des Rechtsschutzes bei Immobilientransaktionen.
Erleichterung für private Bauherren
Durch die Senkung der Vermessungsgebühren sollen insbesondere einkommensschwächere Haushalte besser in die Lage versetzt werden, ihre Grundstücke ordnungsgemäß registrieren zu lassen. Bislang waren viele Bürger gezwungen, aufgrund der hohen Kosten entweder illegale oder halblegale Arrangements einzugehen oder verzögerten die formale Registrierung über Jahre hinweg.
Die Regierung betont, dass die Reduzierung keine Qualitätsabsenkung der Vermessungsarbeiten nach sich zieht. Vielmehr sei dies das Ergebnis einer Optimierung der Verwaltungsprozesse und einer stärkeren Digitalisierung der Geoinformationssysteme.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Tanzania