Namibia lehnt US-Gesundheitsabkommen wegen Datenschutzbedenken ab

Die namibische Regierung hat ein geplantes Gesundheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten abgelehnt, das den Austausch sensibler Gesundheitsdaten und biologischer Proben vorsah. Wie offizielle Stellen mitteilten, wurde der Vorschlag aufgrund erheblicher Bedenken bezüglich der nationalen Souveränität und des Schutzes personenbezogener Daten zurückgewiesen. Besonders im Fokus standen Programme zur Bekämpfung von HIV, für die bisherige US-Finanzierung in Frage steht.

Das Abkommen hätte im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten gestanden, doch namibische Entscheidungsträger betonten, dass die Weitergabe von Gesundheitsdaten ohne ausreichende Kontrolle und Transparenz nicht akzeptabel sei. Stattdessen kündigte die Regierung an, alternative Finanzierungsquellen für die lebenswichtigen HIV-Programme zu suchen, um die Unabhängigkeit des Gesundheitssystems zu wahren.

Die Ablehnung unterstreicht eine wachsende Sensibilität in afrikanischen Ländern gegenüber der Nutzung nationaler Gesundheitsdaten durch ausländische Partner. Namibia betont dabei die Notwendigkeit, eigene regulatorische Rahmenbedingungen zu stärken, um die Rechte der Bürger:innen zu schützen, während gleichzeitig globale Gesundheitsziele verfolgt werden.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa