Landwirte in der Okavango-Region von Botswana werden aufgrund der prognostizierten El Niño-Bedingungen für die Regenzeit 2026/27 (Oktober bis März) dringend dazu aufgerufen, auf klimaresistente Nutzpflanzen umzusteigen. Wie lokale Agrarbehörden in Samochima mitteilten, sollten Farmer Millet, Sorghum und Bohnen anbauen, da diese Pflanzen deutlich widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit sind als traditionelle Kulturen wie Mais.
El Niño-Ereignisse sind typischerweise mit geringeren Niederschlägen in Südafrika verbunden, was in Botswana regelmäßig zu Dürren und Ernteausfällen führt. Angesichts der zunehmenden Klimaextreme wird die Anpassung der Landwirtschaft als zentraler Bestandteil der Ernährungssicherheit betrachtet. Die Behörden betonen, dass eine frühzeitige Umstellung auf passende Kulturen nicht nur Erträge sichern, sondern auch wirtschaftliche Verluste bei Kleinbauern verhindern könne.
Die Empfehlung richtet sich besonders an Kleinlandwirte, die stark von saisonalen Regenfällen abhängen. Agrarberater arbeiten derzeit mit Gemeinden zusammen, um Saatgut bereitzustellen und Schulungen zur klimaresistenten Bewirtschaftung durchzuführen. Langfristig soll so die Resilienz der ländlichen Wirtschaft gegenüber klimatischen Schwankungen gestärkt werden. Experten warnen jedoch, dass ohne staatliche Unterstützung und besseren Zugang zu Wetterdaten viele Landwirte weiterhin hohen Risiken ausgesetzt bleiben.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa