Wiesbadens Oberbürgermeister Mende zieht Bilanz nach Koalitionswechsel

Seit der jüngsten Kommunalwahl in Wiesbaden hat sich die politische Landschaft deutlich verändert. Eine ungewöhnliche Koalition aus CDU, Grünen, Volt, FDP sowie der parteilosen Initiative Pro Auto übernimmt nun die Regierungsverantwortung in der hessischen Landeshauptstadt. Als Konsequenz daraus hat der amtierende Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) zwei seiner bisherigen Ressorts abgegeben: Stadtplanung und Sport wechseln in die Hände anderer Koalitionspartner.

Mende, der seit mehreren Jahren das Stadtoberhaupt stellt, zog nun eine erste öffentliche Bilanz seiner Arbeit. Er betonte, dass die Übergabe der Ressorts Teil eines fairen Machtteilungsabkommens sei und die Zusammenarbeit auf sachlicher Ebene gewährleistet bleibe. „Die Interessen der Stadt stehen über parteipolitischem Kalkül“, so Mende in einer Stellungnahme.

Die neue Koalition gilt als pragmatisch und auf technokratische Lösungen fokussiert. Insbesondere die Beteiligung von Pro Auto, einer parteilosen Initiative mit Verkehrsexpertise, sorgt für Aufmerksamkeit. Beobachter sehen in dieser Konstellation einen Versuch, Sachpolitik über ideologische Grenzen hinweg zu betreiben. Dennoch bleibt abzuwarten, wie stabil diese ungewöhnliche Allianz langfristig ist – besonders angesichts der sensiblen Themen wie städtische Entwicklung und Mobilitätswende in der Innenstadt.

Quellen: FAZ Online (DE, 02.09.2026 04:00)