Atiku nutzt Subventionen-Streit für Angriff auf Tinubu vor Präsidentschaftswahl 2027

Der ehemalige Vizepräsident und oppositionelle Präsidentschaftskandidat Atiku Abubakar macht die wirtschaftlichen Reformen von Amtsinhaber Bola Tinubu zum zentralen Thema des Wahlkampfs 2027. Besonders in Nordnigeria, einer traditionellen Hochburg der Regierungspartei, setzt Atiku auf die Unzufriedenheit der Bevölkerung über die gestrichenen Kraftstoffsubventionen. Diese politische Entscheidung hatte zu einem drastischen Anstieg der Benzinkosten geführt – mit direkten Auswirkungen auf Lebensmittel- und Transportpreise.

Atiku kritisierte, dass das monatliche Mindestgehalt eines Arbeiters heute bereits durch den Kauf von nur 40 Litern Benzin aufgebraucht sei. Dies verdeute die tiefe Krise der Kaufkraft und Lebenshaltungskosten unter Tinubus Führung. Die Kombination aus hohen Preisen und zunehmender Unsicherheit in mehreren Regionen des Landes verschärfe die soziale Spannung, insbesondere in ärmeren ländlichen Gebieten.

Wahlkampfstrategie: Nordnigeria im Fokus

Indem Atiku gezielt die wirtschaftlichen Missstände thematisiert, versucht er, die bislang loyale Wählerschaft Tinubus im Norden zu spalten. Die Subventionspolitik, obwohl von internationalen Finanzinstitutionen begrüßt, bleibt innerhalb Nigerias umstritten und wird von vielen Bürgern als Belastung empfunden. Atiku positioniert sich damit als Stimme der wirtschaftlich Benachteiligten und fordert eine Neuausrichtung der Sozialpolitik.

Quellen: The Africa Report, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria