El Niño und Pflanzenkrankheiten bedrohen Ghanas Kakaoharvest

Die bevorstehende Kakaoharvest in Ghana ist durch das Wiederauftreten von El Niño sowie durch Pflanzenkrankheiten und schwache Fruchtkapselentwicklung erheblich gefährdet. Ghana und die Elfenbeinküste, die zusammen mehr als die Hälfte der weltweiten Kakaoproduktion stellen, sehen sich mit ungünstigen Wetterbedingungen und biologischen Bedrohungen konfrontiert, die die Qualität und Menge der kommenden Ernte 2026/27 beeinträchtigen könnten.

Als Reaktion auf diese Risiken stiegen die Kakaopreise an der New Yorker Börse auf ein 11-Monats-Hoch. Händler reagieren sensibel auf die witterungsbedingten Unsicherheiten, die durch das erneute Auftreten von El Niño verstärkt werden. Das Klimaphänomen führt typischerweise zu unregelmäßigen Niederschlägen und Hitzephasen in Westafrika, was den Anbaukonditionen schadet und die Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten begünstigt.

Die Kakaoproduktion ist für Ghana von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung. Rund 800.000 Kleinbauern sind direkt in der Branche beschäftigt, und Kakao bleibt eine der wichtigsten Exportgüter des Landes. Experten warnen, dass eine schlechte Ernte nicht nur globale Schokoladenpreise in die Höhe treiben, sondern auch die Einkommen tausender Landwirte gefährden könnte. Derzeit bemühen sich Agrarbehörden um Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, darunter Schulungen zur Krankheitsbekämpfung und die Verteilung resistenter Pflanzensorten.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business