Der einflussreiche Geschäftsmann Kudakwashe Tagwirei ist am Dienstag offiziell als Senator in Simbabwe vereidigt worden. Er gehört zu zehn neuen Senatoren, die auf Anordnung von Präsident Emmerson Mnangagwa ernannt wurden. Diese Erweiterung des Oberhauses von 80 auf 90 Sitze erfolgte durch kontroverse Verfassungsänderungen, die von Oppositionsgruppen kritisiert werden, da sie den Einfluss der regierenden ZANU-PF stärken könnten.
Tagwirei betonte nach seiner Vereidigung, dass er seine Erfahrungen aus dem privaten Wirtschaftssektor nutzen wolle, um das nationale Entwicklungsziel „Vision 2030“ voranzutreiben. Dieses Programm zielt darauf ab, Simbabwe bis 2030 zu einer prosperierenden, mittelständisch geprägten Wirtschaftsnation zu entwickeln. Tagwirei, der bereits in verschiedenen staatlichen Wirtschaftsberatungsgremien tätig war, versprach eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft.
Die Ernennung erfolgte gemeinsam mit neun weiteren Parteimitgliedern, darunter regionale Führungskräfte der ZANU-PF. Die oppositionsnahe Presse bemängelt, dass die Erweiterung des Senats ohne breite parlamentarische Debatte oder Volksbefragung erfolgte und somit die Demokratie schwäche. Dennoch bleibt die Regierungspartei bei ihrer Position, dass strukturelle Reformen notwendig seien, um die wirtschaftliche Transformation zu beschleunigen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, New Zimbabwe