Streit bei Blantyre Water Board: Mitarbeiter fordern Entlassung der Führung

Ein eskalierender Machtkonflikt innerhalb der Führung des Blantyre Water Board hat zu massiven Protesten der Belegschaft geführt. Mitarbeiter des Wasserversorgungsunternehmens haben offiziell Präsident Peter Mutharika aufgefordert, sowohl den Chief Executive Officer Yeremiah Chihana als auch den Vorstandsvorsitzenden Stanley Chirwa abzusetzen. Sie machen die anhaltende Führungskrise für erhebliche Störungen im Betrieb verantwortlich.

Seit Monaten eskaliert der Konflikt zwischen Management und Vorstand, was nach Angaben der Mitarbeiter zu Verzögerungen bei Wartungsarbeiten, Rekrutierungen und der Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturprojekte geführt hat. In einer Stellungnahme warnten die Angestellten, dass die Wasserversorgung in Malawis zweitgrößter Stadt zunehmend instabil werde, besonders in den trockenen Monaten, wenn die Nachfrage steigt.

Die Mitarbeiter befürchten, dass die institutionelle Blockade langfristig die Lebensqualität der Bevölkerung beeinträchtigen und gesundheitliche Risiken erhöhen könnte. Blantyre kämpft bereits seit Jahren mit unregelmäßiger Wasserversorgung, und die aktuelle Krise verschärft die Situation weiter. Gewerkschaftsvertreter haben zudem vor möglichen Streiks gewarnt, falls keine Lösung gefunden werde.

Die Regierung hat bislang nicht öffentlich auf die Forderungen reagiert. Beobachter vermuten jedoch, dass der Fall politisch sensibel ist, da beide Führungspersönlichkeiten enge Verbindungen zu verschiedenen Regierungskreisen haben. Eine unabhängige Untersuchung oder Mediation könnte notwendig sein, um die Blockade zu durchbrechen und die lebenswichtige Wasserversorgung wieder zu stabilisieren.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa