IFP-Chef Hlabisa wehrt Forderung der ANC nach Buthelezis Abgang ab

Der Präsident der Inkatha Freedom Party (IFP), Velenkosini Hlabisa, hat scharf auf die jüngste Forderung der African National Congress (ANC) reagiert, Mangosuthu Buthelezi solle aus seinem politischen Amt zurücktreten. Hlabisa erklärte, die Zukunft Buthelezis sei eine interne Angelegenheit der IFP und gehöre nicht in die öffentliche Debatte. Die Äußerungen des ANC seien unangebracht und untergruben die parteiinternen Entscheidungsprozesse.

Die Kontroverse entzündet sich an Buthelezis kritischer Haltung zur geplanten Anschaffung von Wassertransportern im Bezirk uMkhanyakude im ostafrikanischen KwaZulu-Natal. Buthelezi hatte die Beschaffung von Tankfahrzeugen im Wert von 14,6 Millionen Rand als finanziell unverantwortlich kritisiert. Er befürchtet, dass die Ausgabe die ohnehin knappen Haushaltsmittel der Region übermäßig belaste und langfristige Entwicklungsprojekte gefährde.

Die ANC nutzte diese Kritik, um Buthelezis weiteren Einfluss innerhalb der IFP infrage zu stellen. Doch Hlabisa verteidigt den langjährigen Politiker und Mitbegründer der IFP vehement. Er betonte, Buthelezi bleibe eine zentrale moralische und historische Autorität innerhalb der Partei. Die Diskussion über seine Rolle müsse im engen Kreis der Parteiführung stattfinden – nicht über Medienkanäle.

Buthelezi, ehemaliger Ministerpräsident von KwaZulu während der Apartheid-Ära und späterer Innenminister im postapartheidischen Südafrika, bleibt eine polarisierende, aber einflussreiche Figur. Innerhalb der IFP genießt er weiterhin hohes Ansehen, besonders in ländlichen Gebieten Zululands. Der aktuelle Konflikt unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der ANC und kleineren Oppositionsparteien, die versuchen, ihre Autonomie gegenüber der dominierenden Regierungspartei zu wahren.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – South Africa