Uganda und Ghana haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit im Bereich der Aufsicht über die Erdölförderung (upstream petroleum governance) auszubauen, während Uganda sich auf den Beginn seiner kommerziellen Ölproduktion vorbereitet. Beide Länder wollen durch den Austausch von Fachwissen, regulatorischen Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen sicherstellen, dass die Ressourcengewinne transparent und nachhaltig genutzt werden.
Die Partnerschaft kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Uganda kurz vor dem Start seiner Ölexporte steht – ein Meilenstein, der das Land wirtschaftlich transformieren könnte. Ghana, das bereits über Erfahrung in der Förderung von Offshore-Öl verfügt, bietet wertvolle Einblicke in effektive Regulierungsstrukturen, Antikorruptionsmaßnahmen und die Einbindung lokaler Gemeinschaften.
Experten betonen, dass eine solide Governance entscheidend sei, um das sogenannte „Ressourcenfluch“ zu vermeiden, bei dem reich an Rohstoffen liegende Länder trotzdem unter Armut und Instabilität leiden. Die enge Abstimmung zwischen Kampala und Accra könnte als Modell für andere afrikanische Rohstoffländer dienen.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Ghana, AllAfrica – Business