Ermittlungen nach Angriff auf Stromnetz bei Jänschwalde: Polizei sucht weiter nach Spuren

Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Sabotageakt an einer Stromleitung bei Jänschwalde in Brandenburg dauern an. Wie die Polizei mitteilt, wurden Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet und Spurensicherungsmaßnahmen an der betroffenen Infrastruktur vorgenommen. Der Angriff auf das Hochspannungsnetz hatte am Wochenanfang für Aufsehen gesorgt, da er möglicherweise Teil einer gezielten Aktion gegen kritische Infrastruktur sein könnte.

Der Vorfall ereignete sich in einem abgelegenen Waldgebiet nahe der Leitungstrasse, wo Ermittler Beschädigungen an Masten feststellten. Experten gehen von einer gezielten Sabotagehandlung aus, die technisches Know-how erforderte. Die genauen Hintergründe und mögliche Tätergruppen stehen noch nicht fest. Die Bundesnetzagentur und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden eingeschaltet, um die Lage zu bewerten.

Die Vorfälle in Brandenburg und vergleichbare Anschläge in Nordrhein-Westfalen haben eine Debatte über den Schutz kritischer Infrastruktur ausgelöst. Die Grünen werfen Bundesverkehrsminister Dobrindt vor, bei der Sicherung von Energieanlagen versagt zu haben. Ein Sprecher des Energieverbandes forderte ein Notfall-Backup-System, um zukünftige Angriffe abzufedern.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 08:06), Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 06:51)