Flucht von Windkraft-Betrüger Holt: Ermittler aus Osnabrück bleiben optimistisch

Die Flucht des als „Windkraft-Betrüger“ bekannten Hendrik Holt hat bei den Ermittlungsbehörden in Niedersachsen neue Ermittlungen ausgelöst. Holt, der 2020 in Osnabrück festgenommen wurde, entkam jüngst aus einer Justizvollzugsanstalt – ein Vorfall, der bundesweit Aufsehen erregt. Doch die Beamten des zuständigen Dezernats in Osnabrück zeigen sich unbeeindruckt: Für sie sei die Flucht „keine Überraschung“, wie ein erfahrener Fahnder gegenüber der FAZ erklärte.

Holt hatte sich über Jahre hinweg als Investor in Windkraftprojekte ausgegeben und Anleger um Millionen betrogen. Seine Verurteilung war ein Meilenstein in der Aufklärung von Wirtschaftskriminalität im norddeutschen Raum. Nun, da er erneut auf der Flucht ist, mobilisiert die Polizei in Niedersachsen erneut alle verfügbaren Kräfte. Besonders das Team aus Osnabrück, das bereits bei der ersten Festnahme eine zentrale Rolle spielte, sieht sich in der Pflicht.

„Wir haben ihn einmal erwischt, wir werden es wieder schaffen“, so der Ermittler. Die Behörden gehen davon aus, dass Holt sich vorerst im Inland aufhält, möglicherweise in anonymen Unterkünften oder unter falscher Identität. Fahndungsfotos wurden an alle Polizeidienststellen im Bundesland verteilt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt wurde intensiviert. Die Hoffnung: Holt unterschätzt erneut die Aufmerksamkeit der Behörden – und macht einen Fehler.

Quellen: FAZ Online