Die Gewalttaten beim DFB-Pokalspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und SV Waldhof Mannheim am Dienstagabend im Fritz-Walter-Stadion haben massive strafrechtliche Konsequenzen. Wie die rheinland-pfälzische Polizei mitteilte, wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe (EIG) eingerichtet, um die Hintergründe der schweren Fankrawalle systematisch aufzuklären. Bei den Ausschreitungen vor, während und nach der Partie wurden mindestens 107 Menschen verletzt, darunter 56 Polizist:innen.
Die Unruhen begannen bereits vor Anpfiff, als rivalisierende Fangruppen aneinandergerieten. Es kam zu massiven pyrotechnischen Entwicklungen, Steinwürfen und Blockaden von Einsatzfahrzeugen. Teile des Stadionzauns wurden beschädigt, mehrere Rettungswagen konnten zeitweise nicht passieren. Nach der Begegnung – die Kaiserslautern mit 3:2 gewann – eskalierten die Zustände erneut außerhalb des Stadions. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Im Zuge der Ermittlungen werden Videoanalysen aus Stadionüberwachungskameras, sozialen Medien und Zeugenaussagen ausgewertet. Bislang wurden über 40 Personen identifiziert, gegen die Strafverfahren eingeleitet wurden. Der 1. FC Kaiserslautern distanzierte sich klar von den Vorfällen und kündigte eigene Sicherheitsmaßnahmen für zukünftige Heimspiele an. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) prüft mögliche Sanktionen.
Quellen: Der Tagesspiegel