Hackerangriff auf Berliner IT-Systeme: Ultimatum der Erpresser läuft ab

Die Berliner Landesregierung steht unter erheblichem Druck: Ein schwerer Hackerangriff hat in den vergangenen Tagen Teile der öffentlichen IT-Systeme lahmgelegt. Die Angreifer, deren Identität bislang unbekannt ist, verlangen nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Millionenbetrag in Kryptowährung – genannt wurden Bitcoin – als Lösegeld. Das Ultimatum zur Zahlung läuft heute aus, doch die Behörden haben bisher nicht bestätigt, ob auf die Forderungen eingegangen wird.

Experten des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) sowie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeiten intensiv an der Wiederherstellung der betroffenen Systeme. Betroffen sind nach vorläufigen Angaben unter anderem Meldeämter, Teile der Verwaltungssoftware und interne Kommunikationskanäle. Öffentliche Dienste wie Krankenhäuser oder Verkehrsbetriebe seien bisher nicht direkt beeinträchtigt, hieß es aus dem Innensenatorium.

Die Stadt rät Bürgerinnen und Bürgern, bei Online-Diensten der Verwaltung mit Verzögerungen zu rechnen. Gleichzeitig wird vor Phishing-Versuchen gewarnt, die sich den Vorfall zunutze machen könnten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Lage bleibt angespannt – und die Frage, ob die Täter ihre Drohungen wahr machen, sobald das Ultimatum verstrichen ist, bleibt offen.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 04.09.2026 02:03)