Die Bewohner der äthiopischen Region Tigray haben in einer Stellungnahme gegenüber der Ethiopian News Agency (ENA) erklärt, dass der Kampf gegen anhaltende Menschenrechtsverletzungen durch eine als illegal eingestufte Fraktion der Tigray People’s Liberation Front (TPLF) verstärkt werden müsse. Sie berichten von anhaltenden Schreckenstaten und unmenschlichen Handlungen, die weiterhin die Sicherheit und Stabilität der Region gefährden.
Die Anwohner betonen, dass trotz der Waffenruhe und der Bemühungen um Frieden in der Region weiterhin Gräueltaten verübt würden, die eine dauerhafte Normalisierung verhinderten. Sie fordern von den zentralen Behörden in Addis Abeba konsequentere Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung sowie eine strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.
Die TPLF, ehemalige Herrschaftspartei in Tigray und langjähriger Machthaber in Äthiopien, war im Zuge des Konflikts im Norden des Landes stark geschwächt worden. Seit dem Friedensabkommen von 2022 bleibt die Lage jedoch fragil. Die nun geäußerten Besorgnisse deuten darauf hin, dass Teile der Bevölkerung weiterhin unter der Anwesenheit bewaffneter Gruppen leiden – auch solcher, die sich im Namen der TPLF organisieren, aber von offizieller Seite nicht mehr als legitim angesehen werden.
Quellen: AllAfrica – Ethiopia