WHO warnt vor Cholera-Ausbruch in West-Kordofan – mindestens 10 Todesfälle

Ein neuer Cholera-Ausbruch in West-Kordofan verschärft die humanitäre Krise im Sudan weiter. Laut dem Kordofan Human Rights Observatory sind innerhalb von zwei Tagen mindestens zehn Menschen gestorben und mehr als 40 weitere infiziert worden. Die Fälle wurden in der Gemeinde El Idai registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt, dass sich die Zahl der Cholera-Erkrankungen im Land auf über 2.600 bis Anfang August erhöht hat und warnt vor einer weiteren Ausbreitung.

Die WHO stuft West-Kordofan mittlerweile als einen der aktuell gefährdetsten Orte für Cholera im Sudan ein. Die Verbreitung der lebensbedrohlichen Durchfallerkrankung wird durch mangelnde Trinkwasserversorgung, fehlende sanitäre Einrichtungen und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems begünstigt. In vielen Regionen des Landes sind Krankenhäuser entweder zerstört oder nicht mehr funktionsfähig, und medizinisches Personal fehlt.

Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, dringende Unterstützung zu leisten, um eine weitere Eskalation der Gesundheitskrise zu verhindern. Hilfsorganisationen bemühen sich, mobile Kliniken einzurichten und sauberes Wasser bereitzustellen, doch die Zugangssperren und anhaltenden Kämpfe behindern die Einsätze. Die Cholera-Epidemie ist nur eine von vielen Folgen des andauernden Konflikts, der Millionen Menschen in Lebensgefahr bringt.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa