Liberia hat eine umfassende Kampagne gegen den illegalen Bergbau im Land angekündigt. Wie der Leiter einer neu eingerichteten präsidialen Sonderkommission, Kromah, am Mittwoch in Monrovia erklärte, sollen Drohnen und Satellitenüberwachung künftig genutzt werden, um illegale Minenstandorte im ganzen Land aufzuspüren. Die Aktion wird von gemeinsamen Einheiten aus Militär und Polizei unterstützt, die gezielt gegen illegale Abbauaktivitäten vorgehen werden.
Bei den Razzien sollen Bagger, Förderanlagen und bereits gewonnene Mineralien beschlagnahmt werden. Zudem sollen Betreiber illegaler Minen strafrechtlich verfolgt und an die Staatsanwaltschaft übergeben werden. Laut Kromah belaufen sich die jährlichen Verluste durch illegalen Bergbau und Schmuggel auf über 1,6 Milliarden US-Dollar – eine erhebliche Summe für die liberianische Wirtschaft.
Die Regierung hofft, durch den Einsatz moderner Technologie und koordinierter Sicherheitskräfte nicht nur die Kontrolle über natürliche Ressourcen zurückzugewinnen, sondern auch Umweltschäden und soziale Konflikte in Bergbaugebieten zu reduzieren. Der illegale Bergbau hat in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Umweltverschmutzungen und Konflikten mit lokalen Gemeinden geführt.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business