Uganda benennt sein Erdöl „Pearl Sweet“ – Produktion steht vor dem Start

Uganda rückt mit seiner Ölproduktion näher an den Beginn der kommerziellen Förderung und hat nun sein Erdöl offiziell als „Pearl Sweet“ benannt. Der Name unterstreicht sowohl die Qualität des leicht süßen Rohöls als auch das nationale Stolzgefühl auf eines der bedeutendsten Wirtschaftsprojekte der jüngeren Geschichte. Die Benennung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da die Infrastruktur für den Abbau und Transport nahezu vollendet ist.

Transport über EACOP geplant

Das ugandische Rohöl soll künftig durch die 1.443 Kilometer lange East African Crude Oil Pipeline (EACOP) von Hoima im Westen Ugandas bis zum Hafen von Tanga an der tansanischen Küste geleitet werden. Die Pipeline, an der Uganda und Tansania gemeinsam bauen, gilt als strategisches Projekt zur Unabhängigkeit von ausländischen Exportwegen und zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. Sobald die Förderung beginnt, wird Uganda zu einem der wichtigsten Ölproduzenten Ostafrikas aufsteigen.

Regierung betont langfristige Priorität

Präsident Yoweri Museveni bekräftigte erneut, dass neben der EACOP auch der Bau einer nationalen Raffinerie eine zentrale staatliche Priorität bleibe. Die Raffinerie in Hoima soll einen Großteil des rohen Öls verarbeiten und Uganda damit nicht nur Exporteureinnahmen, sondern auch eigene Treibstoffkapazitäten sichern. Internationale Investoren und Entwicklungspartner begleiten das Projekt, das jedoch auch Kritik wegen seiner ökologischen Auswirkungen auf Umwelt und lokale Gemeinden erfährt.

Quellen: Africanews EN, AllAfrica – Central Africa