In Afghanistan hat das neue Schuljahr begonnen – doch für Mädchen wie die 14-jährige Donya bedeutet dies erneut eine bittere Enttäuschung. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 ist Mädchen ab der sechsten Klasse der Schulbesuch verboten. Nun hat Donya einen bewegenden Brief verfasst, der die dramatischen Auswirkungen dieser Politik zeigt.
„Ihr sollt wissen, dass es mich gibt“
„Ich schreibe diesen Brief, damit ihr wisst, dass es mich gibt“, beginnt Donya ihren Appell. Sie beschreibt, wie sie jeden Tag voller Hoffnung aufsteht, nur um erneut enttäuscht zu werden. „Meine Bücher liegen bereit, mein Rucksack ist gepackt – aber ich darf nicht gehen.“ Die junge Afghanin malt sich aus, wie ihre männlichen Klassenkameraden jetzt lernen, während sie zu Hause bleiben muss.
Das Bildungsverbot hat weitreichende Folgen: „Ohne Schule habe ich keine Zukunft“, schreibt Donya. Sie fürchtet, zur Ehe gezwungen zu werden, wie es bereits vielen Mädchen in ihrer Situation widerfahren ist. Internationale Organisationen warnen vor einer „verlorenen Generation“ in Afghanistan.
Die Taliban begründen das Verbot mit ihrer strengen Auslegung des islamischen Rechts. Menschenrechtsgruppen verurteilen dies als klaren Verstoß gegen fundamentale Rechte. Donyas Brief gibt den betroffenen Mädchen nun eine Stimme – und fordert die Weltgemeinschaft zum Handeln auf.
Quellen: Spiegel Online