Bosnische Serben gedenken Ratko Mladić in Belgrad

Hunderte von Menschen, darunter Serbiens Justizminister und der Präsident der Republika Srpska, nahmen an einer Gedenkfeier für den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladić in Belgrad teil. Die Veranstaltung fand im staatlichen Armehaus statt und zog eine Vielzahl von Unterstützern an, die den ehemaligen General der bosnisch-serbischen Armee ehrten.

Die Gedenkfeier fand in einem angespannten politischen Klima statt, in dem die Europäische Union bereits Bedenken geäußert hatte, dass jede Art von Verherrlichung von Mladić mit den Werten, auf denen der EU-Beitritt basiert, unvereinbar sei. Die EU hatte im Vorfeld erklärt, dass eine solche Feier ohne offizielle militärische Präsenz oder staatliche Ehrungen abgehalten werden sollte.

Die Kommemoration wird von vielen als provokant angesehen, insbesondere im Kontext der fortdauernden Spannungen zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien. Während einige die Bedeutung der historischen Erinnerungen betonen, kritisieren andere die glorifizierende Haltung gegenüber einer Figur, die für die Gräueltaten während des Bosnienkriegs verantwortlich ist.

Quellen: Balkan Insight, Euronews