Am Rande mehrerer Demonstrationen vor dem Russischen Haus in Berlin hat es am Samstag zu einem eskalierenden Polizeieinsatz gekommen. Es gab Proteste sowohl für den Erhalt des Gebäudes als auch zur Feier der Schließung – doch der Einsatz der Berliner Polizei sorgte für Empörung. Teilnehmer berichteten von massiver körperlicher Gewalt durch Beamte, darunter Schläge und Würgegriffe.
Augenzeugen schilderten, dass friedlich demonstrierende Personen ohne vorherige Warnung von der Polizei attackiert wurden. Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren, zeigen Beamte in Aktion, deren Verhalten von Beobachtern als übergriffig und unverhältnismäßig beschrieben wird. Die Berliner Polizei bestätigte den Einsatz, widersprach aber den Vorwürfen und verwies auf angebliche tätliche Angriffe auf ihre Kräfte.
Die Schilderungen der Beteiligten weichen erheblich voneinander ab. Kritiker verweisen auf den angespannten Ruf der Berliner Polizei, die in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen exzessiver Gewaltanwendung in der Kritik stand. Eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls wurde von Bürgerrechtsorganisationen gefordert. Die Berliner Innensenatorin kündigte an, die Ereignisse prüfen zu lassen.
Quellen: Der Tagesspiegel