Im heimischen Volkswagen-Arena in Wolfsburg hat der VfL Wolfsburg ein spektakuläres Unentschieden gegen Energie Cottbus erzielt. Nach einer scheinbar sicheren 3:0-Führung nach nur 34 Minuten drehten die Gäste aus der Lausitz das Spiel und holten durch ein furioses Comeback ein 4:4. Die Zuschauer erlebten eines der verrücktesten Spiele der 2. Bundesliga-Saison.
Die Cottbusser, als Aufsteiger nicht als Favorit in die Partie gegangen, zeigten nach der Halbzeit eine beeindruckende Leidenschaft. Vier Treffer in der zweiten Hälfte, darunter der Ausgleich in der 89. Minute, ließen die Fans jubeln. „Das war Leidenschaft, Kampf und Wille“, lobte ein Cottbus-Trainer nach dem Abpfiff.
Doch nicht nur die Wende sorgte für Schlagzeilen. Schon wieder wurden Wolfsburgs Spieler Fabian Reese von Teilen der eigenen Fans mit Pfiffen bedacht – diesmal bereits während des Spiels. Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz reagierte empört: „Was hat dieser Spieler als Mensch getan? Ich finde das unmöglich.“ Seine Kritik richtete sich nicht nur an die Geste, sondern an die zunehmende Hetze gegen bestimmte Spieler in der Liga.
Das Remis stoppt vorerst den Siegeszug des Zweitliga-Favoriten VfL Wolfsburg. Gleichzeitig zeigt das Spiel, dass auch Aufsteiger in der Lage sind, gegen Top-Teams zu bestehen – vorausgesetzt, sie bewahren Moral und Durchhaltevermögen. In Niedersachsen bleibt das Thema Fußball damit nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich präsent.
Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel, ZDF Heute – Nachrichten, Welt Online