Am Vorabend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben am Samstagnachmittag mehrere Tausend Menschen auf dem Magdeburger Domplatz an einem großen Demokratiefest teilgenommen. Die Veranstaltung, die von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Parteien und Kulturschaffenden organisiert wurde, stand unter dem Motto des friedlichen Zusammenhalts und der Verteidigung demokratischer Werte. Nur einen Tag vor der entscheidenden Abstimmung zeigten die Teilnehmenden ihre Solidarität mit einer offenen, vielfältigen Gesellschaft – insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten starken Ergebnisse der AfD.
Das Programm umfasste Reden von lokalen Persönlichkeiten, musikalische Darbietungen und symbolische Aktionen, die für Toleranz und Zusammenhalt warben. Auf der Bühne betonten Redner aus unterschiedlichen politischen Lagern die Bedeutung der Wahl und die Verantwortung jedes Einzelnen, sich aktiv an der Gestaltung der Demokratie zu beteiligen. „Wenn wir alle gehen – wer bleibt dann, um sich zu wehren?“, zitierte eine Sprecherin einen Satz, der auch in einer aktuellen ZEIT-Dokumentation über den Alltag in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern auftaucht.
Die Stimmung unter den Besuchern war friedlich und engagiert. Viele trugen Fahnen, Schilder mit demokratiefördernden Botschaften und Plakate mit Aufschriften wie „Für ein offenes Sachsen-Anhalt“ oder „Demokratie verteidigen“. Die Veranstaltung ist Teil einer breiteren Mobilisierungswelle, bei der sich immer mehr Bürger:innen gegen politische Extremismus und für zivile Partizipation einsetzen – auch im Vorfeld der Wahl.
Quellen: MDR – Nachrichten, ZEIT Online – Deutschland, Spiegel Online – Deutschland