In der serbischen Hauptstadt Belgrad versammelten sich am Dienstag etwa 300 Menschen, darunter hochrangige Regierungsmitglieder und Militärs, um Ratko Mladić, den verurteilten Kriegsverbrecher, zu ehren. Die Gedenkzeremonie fand statt, nachdem Mladić am 8. Juli 2021 gestorben war. Er wurde wegen seiner Rolle im Bosnienkrieg und für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.
Die Teilnahme von Regierungsvertretern an dieser Zeremonie hat international für Empörung gesorgt. Brüssel kritisierte die Veranstaltung als „Verherrlichung“ von Kriegsverbrechen und stellte die serbische Regierung in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die EU hat in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass eine solche Ehrung nicht mit den Werten der Europäischen Union vereinbar ist.
Der serbische Justizminister nahm ebenfalls an der Zeremonie teil, was die Spannungen zwischen Serbien und der EU weiter verschärfen könnte. Kritiker argumentieren, dass die Unterstützung für eine solche Figur in der serbischen Gesellschaft zeigt, dass noch immer eine tiefe Kluft in der Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit besteht.
Quellen: FAZ Online, Spiegel Online