Im Raum Mainz-Wiesbaden setzt der internationale Verein CISV seit mehr als sieben Jahrzehnten auf interkulturelle Bildung, um Frieden aktiv zu gestalten. Jährlich finden in Hessen Feriencamps statt, in denen Jugendliche aus verschiedenen Ländern gemeinsam leben, arbeiten und voneinander lernen. Die Idee: Vorurteile werden verhindert, indem junge Menschen einander kennenlernen – bevor Stereotype entstehen können.
Die sogenannten „CISV Villages“ sind mehrtägige Programme, die auf gleichberechtigtem Miteinander basieren. Teilnehmende zwischen 10 und 17 Jahren kommen aus konfliktbelasteten Regionen ebenso wie aus stabilen Demokratien. In den Camps stehen Workshops zu Konfliktlösung, Teamarbeit und kulturellem Austausch im Fokus. Die Aktivitäten finden oft an Orten mit historischer oder sozialer Bedeutung im Rhein-Main-Gebiet statt.
CISV betont, dass Friedensbildung nicht nur politisch, sondern vor allem persönlich beginnt. Durch das gemeinsame Leben in kleinen internationalen Gruppen entwickeln die Jugendlichen Empathie und interkulturelle Kompetenz. Auch hessische Familien engagieren sich, indem sie Teilnehmende aufnehmen. Der langfristige Anspruch des Projekts ist es, eine globale Gemeinschaft von jungen Friedensbotschaftern aufzubauen – mit lokalen Wurzeln in Hessen.
Quellen: FAZ Online (DE, 06.09.2026 07:00)