Traffiq legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor: Busverkehr trübt Frankfurts Klimabilanz

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq hat erstmals einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt, der Einblicke in die ökologische Bilanz des städtischen ÖPNV gibt. Während die elektrifizierten S- und U-Bahnen bereits einen geringen CO₂-Ausstoß aufweisen, stellt der flächendeckende Einsatz von Dieselbussen weiterhin eine Herausforderung für das Klimaziel der Stadt dar.

Laut Bericht entfallen rund zwei Drittel der Emissionen im Frankfurter Nahverkehr auf den Busverkehr. Zwar wurde in den letzten Jahren sukzessive auf Hybrid- und Elektrobusse umgestellt, doch der Umstieg verläuft langsamer als geplant. Besonders auf weniger frequentierten Linien im Stadtrandbereich dominieren noch immer konventionelle Fahrzeuge. Traffiq bestätigt, dass zusätzliche Investitionen nötig seien, um bis 2030 einen weitgehend emissionsfreien Betrieb zu erreichen.

Als Maßnahmen nennt das Unternehmen den beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie die Ausschreibung neuer Linien unter strengen Umweltkriterien. Gleichzeitig wird auf verstärkte Fahrgastinformationen gesetzt, um durch Transparenz das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität zu fördern. Die Landesregierung in Hessen begrüßt den Bericht als wichtigen Schritt, mahnt aber an, Tempo bei der Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs zu gewinnen – besonders in Ballungsräumen wie Frankfurt.

Quellen: FAZ Online (DE, 06.09.2026 05:00)