Ein schwerer Busunfall auf der kapverdischen Insel Fogo hat am Sonntag mindestens 25 Todesopfer gefordert, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche. Der Bus war mit Schülern unterwegs, als er auf einer abschüssigen Strecke die Kontrolle verlor, von der Straße abkam und eine steile Böschung hinabstürzte. Die genaue Unfallursache ist bislang unklar, Ermittlungen laufen.
Wie der öffentliche Radiosender RCV berichtete, befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls mehrere Dutzend Insassen im Fahrzeug, die meisten im schulischen Alter. Die Rettungskräfte rückten mit Hubschraubern und Spezialfahrzeugen an, um die eingeklemmten Opfer aus den Trümmern zu befreien. Aufgrund der abgelegenen Lage des Unfallorts gestaltete sich die Bergung äußerst schwierig.
Präsident José Maria Neves reiste noch am Sonntag auf die Insel Fogo, um an der Trauerfeier für die Opfer teilzunehmen. Bei der Gedenkveranstaltung betonte er die nationale Trauer und kündigte eine umfassende Untersuchung des Unglücks an. »Dieser schmerzhafte Verlust trifft uns alle. Unser Mitgefühl gilt den Familien, den Angehörigen und der gesamten Gemeinschaft auf Fogo«, so Neves.
Die Insel Fogo, bekannt für ihren aktiven Vulkan und ihre bergige Topografie, weist teils schwierige Verkehrsbedingungen auf. Experten mahnen seit Langem eine Verbesserung der Straßeninfrastruktur und strengere Sicherheitsvorschriften für Schultransporte an. Das Unglück wirft erneut Fragen nach der Verkehrssicherheit im Inselstaat auf.
Quellen: Africanews EN, FAZ Online