Tausende Demonstranten sind am Samstagabend in Frankfurt auf die Straße gegangen, um gegen den erneuten Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt zu protestieren. Die Kundgebung, die sich gegen Rechtspopulismus und politische Radikalisierung richtete, fand nur wenige Stunden nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse statt. Laut Polizeiangaben beteiligten sich etwa 3.000 Menschen an dem friedlichen Protestzug, der vom Römerberg bis zur Paulskirche führte.
Unter den Rednern war auch Peter Fischer, langjähriger Präsident von Eintracht Frankfurt und bekannter Fürsprecher demokratischer Werte. In seiner Ansprache appellierte er an die Zivilgesellschaft, wachsam zu bleiben: „Demokratie ist kein Selbstläufer. Wir müssen sie jeden Tag neu verteidigen.“ Er rief insbesondere junge Menschen dazu auf, sich aktiv einzubringen und sich nicht von Hass und Spaltung beeindrucken zu lassen.
Die Proteste in Frankfurt waren Teil einer bundesweiten Welle der Empörung nach dem starken Abschneiden der AfD in der sachsen-anhaltinischen Landtagswahl. In mehreren deutschen Großstädten fanden zeitgleich Demonstrationen statt. In Hessen zeigte sich die Zivilgesellschaft besonders mobilisiert – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunal- und Europawahlen im kommenden Jahr.
Die Polizei begleitete die Demonstration ohne nennenswerte Zwischenfälle. Die Organisatoren betonten, dass der Protest über Parteigrenzen hinweg getragen werde. „Es geht nicht um politische Lager, sondern um unsere gemeinsame Zukunft in einer offenen und solidarischen Gesellschaft“, hieß es in der Eröffnungsrede.
Quellen: FAZ Online