Eine internationale Koalition aus zehn Ländern sowie der Europäischen Union hat einen schweren Angriff auf einen Hilfskonvoi des Welternährungsprogramms (WFP) im sudanesischen Kordofan verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die diplomatischen Missionen des Vereinigten Königreichs, der Niederlande, Schwedens, Irlands, Deutschlands, Frankreichs, Dänemarks, Kanadas, Norwegens und der EU die Attacke als „unannehmbar“ und forderten uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe.
Der Konvoi war auf dem Weg zu bedürftigen Zivilisten in der Region Dilling, als er Ziel eines bewaffneten Übergriffs wurde. Er transportierte lebenswichtige Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen für Tausende von Menschen, die unter der andauernden Gewalt und der Blockade von Hilfsrouten leiden. Details zum Tathergang und den Verantwortlichen wurden zunächst nicht genannt, doch warnen Hilfsorganisationen vor einer systematischen Behinderung humanitärer Operationen in Konfliktgebieten.
Die sogenannte „Koalition zur Verhütung von Gräueltaten und Gerechtigkeit im Sudan“ betonte, dass solche Angriffe nicht nur gegen internationales humanitäres Recht verstoßen, sondern auch die ohnehin fragile Lage weiter verschärfen. Die internationale Gemeinschaft rief alle Konfliktparteien dazu auf, humanitäre Korridore freizugeben und Helferinnen und Helfer sicher agieren zu lassen. Das WFP warnte, dass Millionen Menschen im Sudan bereits akut unterernährt seien und weitere Angriffe auf Hilfslieferungen tödliche Folgen haben könnten.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa