Der Sekretär des nordmosambikanischen Provinzgebiets Niassa, Silva Livone, hat die mosambikanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte (FDS) aufgefordert, ihre Operationen im Niassa-Wildschutzgebiet zu intensivieren. Hintergrund ist ein jüngster Terroranschlag, bei dem etwa 15 Angestellte der Tourismusfirma Mozambique Wild Adventures (MWA) gezwungen waren, ihre Camps zu verlassen und in Sicherheit zu fliehen.
Livone betonte in einer Erklärung aus Maputo, dass der Schutz der lokalen Bevölkerung sowie von Investoren und Beschäftigten im Tourismussektor oberste Priorität habe. Der Angriff unterstreiche erneut die anhaltende Bedrohung durch bewaffnete Gruppen in der Region, die seit Jahren für Unsicherheit im Norden Mosambiks sorgen. Die genauen Umstände des Überfalls sowie die Identität der Täter sind bisher nicht offiziell bestätigt worden.
Tourismus und Sicherheit im Fokus
Das Niassa-Reservat zählt zu den größten Naturschutzgebieten Afrikas und spielt eine wichtige Rolle für den ökologischen Tourismus im Land. Die Evakuierung des MWA-Personals wirft neue Fragen über die Sicherheitslage in abgelegenen touristischen Zonen auf. Experten warnen, dass wiederkehrende Gewaltakte das Vertrauen internationaler Investoren und Reisender beeinträchtigen könnten.
Die mosambikanischen Streitkräfte operieren bereits länger in der Region, unterstützen aber auch internationale Sicherheitsinitiativen. Die Regierung bemüht sich, durch verstärkte Präsenz und Zusammenarbeit mit lokalen Behörden Stabilität herzustellen – besonders vor dem Hintergrund früherer islamistischer Aktivitäten im benachbarten Cabo Delgado.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa