452 Einwohner aus Glen Lorne appellieren an Präsident Mnangagwa wegen Bauprojekt auf Feuchtland

Mehr als 452 Bewohner des wohlhabenden Vororts Glen Lorne in Harare haben sich direkt an Simbabwes Staatspräsident Emmerson Mnangagwa gewandt, um gegen ein laufendes Wohnbauprojekt auf Lytham Road zu protestieren. Die Anwohner befürchten, dass die Bebauung von ökologisch sensiblen Feuchtgebieten irreparable Schäden für die lokale Umwelt und die regionale Wassersicherheit verursachen könnte.

Die betroffenen Grundstücke liegen in einem offiziell geschützten Feuchtgebietskomplex, der eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts und der natürlichen Filterung von Regenwasser spielt. Experten warnen, dass die Zerstörung solcher Flächen nicht nur die Biodiversität beeinträchtigt, sondern auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürren und Überschwemmungen verringert – besonders kritisch in einer Region, die zunehmend unter klimabedingten Extremereignissen leidet.

Die Petition der Anwohner fordert eine sofortige Aussetzung der Bauarbeiten und eine unabhängige Umweltverträglichkeitsprüfung. Gleichzeitig werfen sie lokalen Behörden mangelnde Transparenz und Verstöße gegen städtebauliche Vorschriften vor. In Simbabwe sind Konflikte zwischen urbaner Expansion und Naturschutz in den letzten Jahren deutlich zugenommen, insbesondere rund um die Hauptstadt.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa