Die malawische Regierung steht erneut im Zentrum schwerer Korruptionsvorwürfe. Diesmal richtet sich die Kritik gegen ein staatliches Projekt zum Betrieb von Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung. Die nationale Verbraucherschutzorganisation hat das Vorhaben als »Tarnung für betrügerische Geldbeschaffung durch gierige Beamte« bezeichnet und warnt vor einem neuen »Diesel-Subventions-Skandal«.
Laut Aussagen des Verbraucherschutzes diene das Generatorprogramm nicht primär der Verbesserung der Energieversorgung, sondern solle vielmehr staatliche Mittel in die Taschen enger Kreise lenken. Besonders kritisiert wird die mangelnde Transparenz bei der Beschaffung und dem Betrieb der Generatoren sowie die hohen Kosten für Dieselimporte, die letztlich von den Steuerzahlern getragen würden.
Die Behörde befürchtet, dass öffentliche Gelder unter dem Deckmantel dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen abgeschöpft werden. Bürgerrechtler und Oppositionsparteien fordern nun eine unabhängige Untersuchung des Projekts. Die jüngsten Vorwürfe nähren erneut das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber staatlichen Institutionen, die bereits mehrfach in Skandale verwickelt waren.
Quellen: Nyasa Times