Der Eiffelturm in Paris wurde am Montag aufgrund eines Streiks von Mitarbeitern geschlossen. Anlass für den Protest war die Entfernung weiblicher Beschäftigter auf Wunsch einer hinduistischen Besuchergruppe. Laut Berichten von Mitarbeitern und dem Management wurde diese Maßnahme als diskriminierend wahrgenommen und führte zu einem Arbeitsausstand der Angestellten.
Die Gewerkschaften äußerten sich besorgt über die Situation und erklärten, dass die betroffenen Frauen sich ‚demütigt‘ fühlten. Der Bürgermeister von Paris, der die Vorfälle als inakzeptabel bezeichnete, kündigte eine Untersuchung an, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären. In einer offiziellen Erklärung entschuldigte sich die Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha (BAPS), die die hinduistische Gruppe repräsentiert, für den entstandenen ‚Schmerz und die Unannehmlichkeiten‘.
Die Schließung des Eiffelturms hat nicht nur Auswirkungen auf die Touristen, sondern wirft auch Fragen nach der Gleichstellung und dem Umgang mit religiösen Praktiken in öffentlichen Räumen auf. Der Vorfall hat in Paris und darüber hinaus Empörung ausgelöst und könnte weitreichende Folgen für die zukünftige Behandlung von Mitarbeitern in kulturellen und touristischen Institutionen haben.
Quellen: BBC News, France 24, Euronews, Spiegel Online