Wahl in Ungarn: Orbán und Herausforderer Magyar im Endspurt

Am morgigen Sonntag entscheiden die Ungarn über die Zusammensetzung ihres Parlaments. Die Wahl markiert einen historischen Moment, da mit Péter Magyar erstmals seit 16 Jahren ein ernsthafter Herausforderer für den langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán antritt. Magyar, ein ehemaliger Fidesz-Insider, hat sich zum schärfsten Kritiker der Regierung entwickelt und wirft Orbán Korruption und Machtmissbrauch vor.

Vom Insider zum Rivalen

Wie Euronews berichtet, vollzog Magyar einen spektakulären Wandel: Noch vor wenigen Jahren war er Teil des Fidesz-Establishments, heute könnte er Orbán beerben. Seine Kampagne konzentriert sich auf Transparenz und einen Bruch mit den bisherigen Machtstrukturen.

Internationale Unterstützung für Orbán

Unterstützung erhält Orbán unterdessen von Tschechiens Premierminister Andrej Babiš. Wie die Welt berichtet, lobte dieser Orbáns „bewährte Führung“ und rief angesichts turbulenter Zeiten zur Wahl des Amtsinhabers auf. Die ARD Tagesschau analysiert derweil die ungewöhnliche Situation, in der Orbán erstmals seit langem um seine Position fürchten muss.

Beide Kandidaten nutzen die letzten Stunden vor der Wahl für intensive Kampagnen. Besonderes Augenmerk liegt auf Budapest, wo laut Daily News Hungary einige Wahlbezirke mit extrem geringer Wählerzahl auffallen – ein Resultat umstrittener Wahlkreisreformen der Fidesz-Partei.

Quellen: Euronews, ARD Tagesschau, Welt Online, Daily News Hungary