Die kenianische Polizei hat vier Personen im Nairobier Stadtteil Nyamakima festgenommen, die des Vorwurfs der Belästigung und Erpressung ausländischer Staatsbürger verdächtigt werden. Die Verdächtigen sollen gezielt ausländische Geschäftsleute und Migranten unter Androhung von Behördemaßnahmen oder Gewalt zur Zahlung von Schutzgeldern genötigt haben.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer verstärkten landesweiten Initiative zur Bekämpfung der Ausbeutung von Ausländern, insbesondere in informellen Märkten und Gewerbevierteln. Die Polizei betonte, dass die Praxis, Migranten durch falsche Anschuldigungen oder Missbrauch von Amtsgewalt zu schädigen, nicht geduldet werde – unabhängig davon, ob die Täter staatliche Stellen oder Privatpersonen seien.
Die Regierung steht unter wachsendem Druck, den Schutz ausländischer Investoren und Arbeiter zu gewährleisten, während gleichzeitig lokale Spannungen im Zusammenhang mit der Präsenz ausländischer Händler kontrolliert werden. Beobachter warnen davor, dass Einzelfälle von Erpressung das Image Kenias als Standort für ausländische Investitionen beschädigen könnten. Die Polizei kündigte an, weitere Razzien und Überwachungsmaßnahmen in Gebieten mit hohem Migrantenanteil durchzuführen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa