Simbabwe: Regierung ordnet harte Maßnahmen gegen illegale Händler in Harare an

Die simbabwische Regierung hat eine umfassende Razzia gegen illegale Händler im Zentrum der Hauptstadt Harare angekündigt. Straßenverkäufer im Central Business District (CBD) würden zunehmend als Störfaktor für den städtischen Verkehr und die öffentliche Ordnung betrachtet, erklärten Behörden. „Es ist nicht länger geschäft wie gewohnt“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Die Behörden fordern, dass alle Händler künftig nur noch in zugewiesenen Märkten und Verkaufsnischen tätig sein dürfen.

Die Anordnung folgt auf wiederholte Aufrufe zur Ordnungshaltung in der Innenstadt, wo tausende informelle Händler trotzig auf Gehwegen und Straßen operieren, trotz wiederholter Räumungsaktionen. Die Regierung betont, dass die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung oberste Priorität habe. Sicherheitskräfte sollen verstärkt eingesetzt werden, um gegen Widerstand vorzugehen und die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen.

Kritiker warnen jedoch, dass die harte Linie die wirtschaftliche Notlage vieler Bürger verschärft, die auf den informellen Sektor angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Menschenrechtsorganisationen fordern stattdessen langfristige Lösungen, darunter die Schaffung legaler Verkaufsflächen und soziale Unterstützung für betroffene Händler.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa