Lehrerstreik in Simbabwe: Pädagogen kürzen Arbeitswoche auf drei Tage

Der Zusammengeschlossene Verband der ländlichen Lehrer Simbabwes (ARTUZ) hat angekündigt, dass seine Mitglieder ihre Arbeitswoche auf nur noch drei Tage reduzieren werden. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die anhaltende Untätigkeit der Regierung, die Gehälter und Arbeitsbedingungen im Bildungssektor zu verbessern. Stattdessen wollen die Lehrer zwei Arbeitstage für sogenannte „Side Hustles“ nutzen, um ihren Lebensunterhalt durch Nebentätigkeiten wie Kleinhandel oder Nachhilfe zu sichern.

ARTUZ kritisiert scharf, dass die Gehälter trotz wiederholter Versprechen nicht an die galoppierende Inflation angepasst wurden. Viele Lehrer kämpfen mit der steigenden Lebenshaltungskosten und können ihre Familien kaum noch ernähren. „Es ist unmöglich, von einem Gehalt zu leben, das hinter der Realität zurückbleibt“, erklärte ein Sprecher des Verbands.

Die Kürzung der Unterrichtstage könnte gravierende Auswirkungen auf das Bildungssystem haben, besonders in ländlichen Regionen, wo ohnehin schon ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften herrscht. Die Regierung hat bislang nicht öffentlich auf die Ankündigung reagiert. Bildungsexperten warnen jedoch vor einer weiteren Verschlechterung der Bildungsqualität und einer verstärkten Abwanderung von Lehrern ins Ausland.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business