Das Frankfurter Oktoberfest ist am Dienstagabend feierlich eröffnet worden – und das unter besonderen Vorzeichen. Zum letzten Mal findet das beliebte Volksfest auf dem Gelände vor dem Frankfurter Stadion statt. Ab 2027 soll es an einen neuen Standort im Norden der Stadt verlegt werden, was viele Besucher mit Wehmut erfüllt. Dennoch herrscht ausgelassene Stimmung: Mit rund 700.000 erwarteten Besuchern gilt das Frankfurter Oktoberfest als eines der größten seiner Art in Deutschland – und dauert mit 17 Tagen sogar länger als das Münchner Original.
Eröffnet wurde das Fest traditionell mit dem Anstich durch prominente Gäste. Dieses Jahr waren unter anderem der Schauspieler Mickey Krause und die Influencerin Claudia Obert dabei. Besonders im Fokus stand jedoch eine neue Initiative: Das „Frauentagzelt“, in dem ausschließlich Frauen feiern, organisieren und auf der Bühne stehen. „Es ist ein Zeichen für mehr Vielfalt und Teilhabe“, sagte eine Veranstalterin. „Wir wollen Räume schaffen, in denen sich alle wohlfühlen.“
Die Stadt Frankfurt begleitet das Fest mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, darunter verstärkte Polizeipräsenz und eine neue App für Notfälle. Zudem wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt: Mehrwegsysteme, regionale Speisen und ein umweltfreundlicherer Energieeinsatz sollen den ökologischen Fußabdruck verringern.
Trotz des Abschieds vom alten Standort blicken die Organisatoren optimistisch in die Zukunft. „Das Oktoberfest bleibt Frankfurt erhalten – nur eben an einem neuen Ort“, betont ein Sprecher der Stadt. Bis dahin wird am alten Platz noch einmal ausgiebig gefeiert – mit Bier, Blasmusik und einem Hauch von Nostalgie.
Quellen: FAZ Online